Ein weiterer Stopp bei meiner Sommertour führte mich in diesem Jahr zum Lindenhof in Brechen. Nach Größe und wirtschaftlicher Ausrichtung gibt es durchaus wesentliche Unterschiede im Betrieb eines landwirtschaftlichen Betriebs. Dieser Hof hat sich die Milchproduktion zur Aufgabe gemacht und setzt dabei auf Nachhaltigkeit. Zurzeit leben auf diesem Hof rund 500 Kühe, von welchen 300 Milchkühe sind und die anderen 200 zur Nachzucht gehören. Darüber hinaus bewirtschaftet der Hof noch rund 250 Hektar Ackerland, welches mit Raps, Mais und Weizen bestellt wird. Durch den eigenen Anbau kann ein Großteil des Futters selbst hergestellt werden. Die Abfälle, wie Mist oder Erntereste, werden am Lindenhof nicht entsorgt oder zwischengelagert, sondern durch die Biogasanlage wiederverwertet und letztendlich wieder zu einem Düngemittel für die Felder verarbeitet. Bei dieser Produktion wird außerdem noch Strom und Wärme hergestellt, welche größtenteils an das öffentliche Netzwerk weitergegeben werden. Durch die Verwendung von Solaranlagen, welche auf den Dächern der Gebäude angebracht wurden, kann noch einmal mehr erneuerbare Energie gewonnen werden. Der Hof ist größtenteils ein Familienunternehmen mit durchschnittlich zwei Azubis, welche dort ihre praktischen Erfahrungen ihrer Ausbildung gewinnen. Außerdem arbeitet der Hof auch mit Schulen, wie der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg zusammen und bietet den Schülern ein Einblick in den Alltag als Landwirt. Der Besuch an diesem Hof hat mir die harte Arbeit, die hinter jeder Tüte Milch im Supermarkt steckt, aufgezeigt und ich bedanke mich vielmals bei der Familie Höhler dafür.

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